Apostel Franz-Wilhem Otten diente am 03. Dezember 2025 den Gemeinden Mönchengladbach und Mönchengladbach-Rheydt im Karl-Immer-Haus. Grundlage war das Bibelwort aus Markus 2, 22, welches Stammapostel Jean-Luc Schneider vor Kurzem in einem Gottesdienst verwendete: „Und niemand füllt neuen Wein in alte Schläuche; sonst zerreißt der Wein die Schläuche, und der Wein ist verloren und die Schläuche auch; sondern man füllt neuen Wein in neue Schläuche.“
Apostel Otten erläuterte zu Beginn die Bedeutung des verwendeten Bibelwortes. Das Bild vom „neuen Wein“ mache deutlich, dass Jesus eine Lehre brachte, die nicht einfach in bestehende religiöse Strukturen passte. Sein Evangelium fordere eine neue Denk- und Lebensweise, jenseits eingefahrener Routinen.
Auf das Chorlied „Wie Maria will ich lauschen“ ging Apostel Otten mit den Gedanken ein, die Kerze auf dem Altar stehe als Zeichen für Gottes Nähe, Liebe, Wärme und Licht. Jesus eröffne die Sicht auf die Wirklichkeit aus göttlicher Perspektive.
Auch auf die Frage der Jünger des Johannes ging Apostel Otten ein: Warum fasten Jesu Jünger nicht? Fasten galt damals als festes religiöses Ritual. Jesus antwortete: "Neuer Stoff passt nicht auf alte Kleider; neuer Wein nicht in alte Schläuche." Das zeige, dass seine Botschaft nicht in alte Rituale passe, sondern ganz neu und anders sei.
Was bedeutet „neuer Wein“?
Zunächst stehe „neuer Wein“ für einen neuen Blick auf Gott. Während viele Juden einen machtvollen König erwarteten, lehrte Jesus: Gott ist Liebe, barmherzig und ein guter Vater - eine Revolution gegenüber den bisherigen Erwartungen und Regeln. Wichtig sei die Haltung des Herzens, nicht nur äußere Regelbefolgung.
Apostel Otten erinnerte daran, dass Segen früher oft mit Wohlstand und Gesundheit gleichgesetzt wurde. Jesus aber legte ein anderes Verständnis nahe: Segen sei kein Lohn für Regelkonformität, sondern Ausdruck der Liebe Gottes. Vergebung sei ein weiterer Schritt zu diesem „neuen Wein“ – sie durchbreche alten Starrsinn und öffne den Weg zu echter Erneuerung.
Das alte Bild der Strafe Gottes passe nicht zu Jesus, der Liebe zeigte und Nähe erlaubte. Manch einer wünsche sich klare Regeln von den Aposteln. Doch die diese sagen: Wir brauchen keine starren Regeln, sondern richten uns immer nach Jesus aus.
Apostel Otten hob hervor, dass sich niemand seinen Platz vor Gott erarbeiten könne, weder durch Ämter noch durch Engagement. Gnade bleibe allein Gottes Entscheidung: „Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig.“ Auch hier gelte wieder: Neuer Wein passt nicht in alte Schläuche.
Segenshandlungen
Priester Dominik Götte bereitete die Gemeinde auf Sündenvergebung und das Heilige Abendmahl vor. Vor der Feier des Heiligen Abendmahls erhielt ein Gemeindemitglied aus Mönchengladbach die Gabe des Heiligen Geistes durch das Apostelamt. Nach der gemeinsamen Feier des Heiligen Abendmahls mit der Gemeinde statt empfing Diakon Uwe Schneider aus der Gemeinde Mönchengladbach durch die Ordination die Amtsvollmacht eines Priesters für die Gemeinde. Der Gottesdienst endete mit Gebet und dem Schlußsegen.
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