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Kindergottesdienst zum SchulanfangSonntag, 29.08.2010

Ratingen. Alle schulpflichtigen Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren aus dem Kirchenbezirk Düsseldorf waren mit ihren Lehrkräften am Sonntag, den 29. August zu einem Kindergottesdienst nach Ratingen eingeladen.


Ferienerlebnisse am Altar

Rund 60 Kinder versammelten sich mit ihren Betreuern in der Kirche am Bleicherhof. Bereits in der Vorbereitung waren alle Kinder zur Mitwirkung eingeladen. Die Kinder beteiligten sich durch mitgebrachte Sonnenblumen sowie weiteren Erinnerungsstücken aus den durchlebten Ferien aktiv am Altarschmuck. Neben zahlreich gelb leuchtenden Sonnenblumen und niedergeschriebenen Erlebnisberichten aus den Ferien, schmückte auch ein Miniaturmodell des schiefen Turms von Pisa den ansonsten eher schlichten Holzaltar.

Bei Ängsten auf die Hilfe Gottes vertrauen

Ganz im Zeichen des bevorstehenden Schulanfangs stand das Bibelwort aus Jesaja 41,13, das Bezirksältester Gerhard Dubke als Grundlage für den Kindergottesdienst gewählt hatte: „Denn ich bin der Herr, dein Gott, der deine rechte Hand fasst und zu dir spricht: Fürchte dich nicht, ich helfe dir!“ 

„Mit dem neuen Schuljahr sind für manche Schüler auch Ängste verbunden“, erläuterte der Bezirksälteste und nannte als Beispiele unter anderem eine neue Schule, neue Klasse oder neuer Lehrer. Er ermunterte die Kinder in Anbetracht dieser Ungewissheiten im kindlichen Glauben und Vertrauen auf das Bibelwort zu bauen. In diesem Zusammenhang schilderte Gerhard Dubke den geschichtlichen Hintergrund des Bibelwortes. So durfte der Prophet Elisa mit seinen Dienern in scheinbar aussichtsloser Situation – umstellt vom übermächtigen Feind, der sich mit Israel im Krieg befand – mit Blick auf die feurigen Rosse und Wagen auf dem Berg die Hilfe Gottes erkennen. Durch das Vertrauen auf Gott  konnte ein Sieg und dauerhafter Frieden mit den Aramäern ereicht werden.

„Wovor könnten wir uns denn heute fürchten?“, so der Leiter des Kirchenbezirks. Er gab hierauf folgende mögliche Antworten:

  • vor Dunkelheit: Hier lauern Gefahren, über die wir stolpern könnten. Dann fasse uns Gott bei der rechten Hand und führe uns.
  • vor dem Alleinsein: Oft fühle man sich allein, unverstanden und völlig hilflos. Mit der Zusage Jesu: „Ich bin alle Tage bei euch!“ und dem täglichen Engelschutz lasse sich diese Furcht besiegen.
  • vor Prüfungen: wer kenne nicht das Gefühl vor einer Prüfung ungenügend vorbereitet zu sein? Wenngleich gelte, erworbene Kenntnisse unter Beweis zu stellen, dürfen wir die Zusage Gottes: „Ich helfe gern!“ – auch in irdischen Belangen in Anspruch nehmen.
     

Göttliche Zusage durch eigenes Mitwirken unterstützen

Der Bezirksälteste Dubke beendete seine Ausführungen mit den Hinweisen: „Die göttliche Zusage bedeutet nicht, dass Gott alles für dich erledigt. Sein Versprechen zur Hilfe ist an unsere Anstrengungen gebunden".

Priester Ralf Schneider, Vorsteher der Gemeinde Grevenbroich, und Bezirksevangelist Dirk Müller unterstrichen mit ihren Wortbeiträgen die Botschaft des Gottesdienstes. Musikalische Beiträge des Kinderchores und der Gesang aller Anwesender aus dem Kinderliederbuch „Sing mit“ umrahmten den Gottesdienst.


Bei Muffins, Keksen, Obst und Kaltgetränken für die Kinder sowie Kaffee für die Erwachsenen klang ein lehrreicher Vormittag am letzten Sonntag in den Sommerferien aus.


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Dirk für den KiGo/Bilder Elisabeth Tiefenbach