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Jahresauftakt der Jugend mit norddeutschem FlairMittwoch, 14.01.2009

Flingern. Am 11. Januar 2009 hielt in der frisch renovierten Kirche in Flingern, ein „frisch“ ordinierter Bischof den Jugendgottesdienst zum Jahresbeginn. Eingeladen waren die Bezirke Krefeld und Düsseldorf. Bischof Ulrich Falk aus Norddeutschland kam jedoch nicht alleine, sondern in Begleitung des Bischofs Michael Eberle aus Bielefeld. Ein modernes Instrumentalensemble und ein großer Jugendchor sorgten für musikalische Höhepunkte.


Zuhören, Fragen stellen und Vertrauen!

Bischof Falk machte der norddeutschen Lebensart alle Ehre und hielt mit frischem Wind und klaren Worten einen Gottesdienst zu Beginn des neuen Jahres, der von befragten jugendlichen Teilnehmern als „begeisternd“ und „sehr motivierend“ wahrgenommen worden ist. Der für den Bezirk Neumünster der Gebietskirche Norddeutschland verantwortliche Bischof wählte ein Textwort aus Lukas 2, Vers 46: „Und es begab sich nach drei Tagen, da fanden sie ihn im Tempel sitzen, mitten unter den Lehrern, wie er ihnen zuhörte und sie fragte.“

Zu Beginn wünschte er allen Jugendlichen ein besonderes Gotterleben. Danach stellte er im Mittelpunkt der Predigt drei Begriffe : Zuhören, Fragen und Vertrauen.

Trotz fast unbegrenzter technischer Kommunikationsmöglichkeiten, so der Bischof, findet immer weniger Kommunikation zwischen den Menschen statt. Auch die Bereitschaft, zuzuhören, schwindet in den menschlichen Beziehungen. Der Bischof betonte, dass das Zuhören von besonderer Bedeutung sei. „Es ist eine besondere Tiefe notwendig, zudem bedarf es der vollen Aufmerksamkeit“, erklärte der 44jährige Seelsorger. Denn nur aus dem Zuhören entstünden Fragen. Hierbei sei es aber wichtig, die Fragen“ richtig“ zu stellen. „Frage nicht: Kann Gott mein Tun segnen?, sondern: Was kann ich tun, das Gott segnen kann?“, sagte der Bischof und wies darauf hin, dass auch Vertrauen notwenig sei. „Das Fragen nach Gottes Willen lässt sich nicht aufschieben“, ermahnte der Bischof die jugendlichen Teilnehmer und erklärte: „Denn wofür wir heute keine Zeit haben, dafür haben wir morgen noch weniger Zeit. Gott hat mehr mit uns vor, als nur ein gemütliches Zusammensein im Himmel, deshalb müssen wir uns von ihm ausbilden lassen und die ein oder andere Nagelprobe bestehen.“

Nach der Mitpredikt des Bischofs Eberle fand die Feier des Heiligen Abendmahls statt.

Findet den letzten Dreck!

Nach dem Gottesdienst präsentierte eine aus vier jugendlichen Düsseldorfern besetzte Projektgruppe die Aktion „Findet den letzten Dreck!“. Um den Gästen zum Europa-Jugendtag in Düsseldorf einen sauberen Empfang zu bereiten, soll der „Dreck-weg-Tag“ der Stadt Düsseldorf genutzt werden. Neben einem repräsentativen Reinigungsort will man auch die größte Teilnehmergruppe bilden. Nach Aussage des Projektteams erhält die größte Putzgruppe am "Dreck.weg-Tag" einen  „Goldenen Besen“. Fragen zur Aktion werden unter jugend-ddorf@hotmail.de beantwortet.

Einladung nach Norddeutschland

Nach der Präsentation kam Bischof Falk nochmals an den Altar und bedankte sich bei den vier Jugendlichen. „Ich finde die Aktion super“, freute er sich und lud spontan alle jugendlichen Teilnehmer am „Dreck-weg-Tag“  nach Norddeutschland unter der Bedingung ein, den „Goldenen Besen“ mitzubringen.

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TB/JR, Fotos CB