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Jeden Tag Gottesdienste in HaitiFreitag, 19.03.2010

Düsseldorf. Bezirksapostel Leonard R. Kolb war am 17. März 2010 Gast im Kirchenbezirk Düsseldorf. Mehr als 400 Gottesdienstbesucher erlebten am Mittwochabend den für die Gebietskirche USA tätigen Leiter in der Gemeinde Düsseldorf-Flingern.


Premiere: Internationale Gastprediger in den Gemeinden

Bezirksapostel Leonard R. Kolb war aus Anlass der Internationalen Bezirksapostelversammlung aus den Vereinigten Staaten von Amerika angereist und predigte am Mittwochabend mit weiteren 16 international tätigen Bezirksaposteln in Gemeinden der Gebietskirche Nordrhein-Westfalen. Dies ist ein Novum im Zusammenhang mit einer Bezirksapostelversammlung. Erste Erfahrungen mit international geführten Gottesdiensten konnte die Gebietskirche bei den sogenannten „Begrüßungsgottesdiensten“ zu Beginn des Europa-Jugendtages im Mai des letzten Jahres sammeln. Die damalige Begeisterung und Freude der vornehmlich jugendlichen Gottesdienstteilnehmer blieb in Erinnerung und legte den Grundstein für eine Wiederholung der international geleiteten Gastpredigten in den Gemeinden.

Der Funke zwischen Bezirksapostel Kolb und den 405 Gottesdienstbesuchern sprang auch in der Kirche Flingern über. Von Beginn an predigte der Bezirksapostel mit Begeisterung und „göttlicher Power“. Grundlage war das Wort aus Römer 15,29: „Ich weiß aber, wenn ich zu euch komme, dass ich mit dem vollen Segen Christi kommen werde.“

Haiti: Alle Seelen und Kirchen sind bewahrt geblieben

Mit 37 Ländern verantwortet der Bezirksapostel Leonard R. Kolb die an Länderanzahl größte Gebietskirche der Neuapostolischen Kirche. Darunter auch Haiti. Über die aktuelle Situation nach den verheerenden Erdbeben berichtete er schon im Vorfeld des Gottesdienstes: „Alle Seelen und Kirchen sind bewahrt geblieben.“ Er berichtete den Amtsträgern in der Sakristei, dass viele Menschen die Kirchen und Gottesdienste in den Tagen nach der Katastrophe aufgesucht haben. „Wir haben nach dem Unglück jeden Tag Gottesdienste in Haiti gehalten“. Nach gut zwei Monaten der Verwüstung finden immer noch alle zwei Tage Gottesdienste auf der Karibikinsel statt.

Großeltern stammten aus Deutschland

Im Laufe des Gottesdienstes wurden auch einige persönliche Daten des 53-jährigen Leiters der amerikanischen Gebietskirche bekannt. Angesprochen auf seinen deutsch klingenden Namen erfuhren die Gottesdienstbesucher vom Bezirksältesten Gerhard Dubke, dass die Großeltern des Bezirksapostels aus Deutschland stammten. Der Bezirksapostel ergänzte, dass seine Eltern zwar während seiner Kindheit deutsch sprachen, aber dies nie in Anwesenheit der Kinder taten, um - so der Bezirksapostel - „ungestört reden zu können“. Da in seiner Gebietskirche die spanische Sprache überwiegend als Amtsprache eingesetzt wird, musste er sich zunächst diese zu Eigen machen. Er versprach aber den Teilnehmern des Gottesdiensts zukünftig die deutsche Sprache besser zu lernen.

Amerikanischer Gast vom English Choir beeindruckt

Mit den Stücken „Blessed Assurance“, der englischen Version von "Seliges Wissen, Jesus ist mein" und dem Gospel „Jesus be a fence all around me everyday“ war der amerikanische Gast begeistert. „Das habe ich nicht erwartet“, sagte der Bezirksapostel am Schluss des Gottesdienstes sichtlich beeindruckt und wünschte den überwiegend jugendlichen Sängern viel Freude und Segen.

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J.R.