Aktuelles

aktuelles aus dem Bezirk

Jahresauftakt-KiGo 2009 in GerresheimSonntag, 11.01.2009

Am 11. Januar 2009 fand der erste Kindergottesdienst für die 10- bis 14-Jährigen des Bezirks Düsseldorf in der Gemeinde Gerresheim statt.


Dem Gottesdienst lag das Textwort aus Josua 1, Vers 9 zugrunde: „Siehe ich habe dir geboten, dass du getrost und unverzagt seist. Lass’ dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der Herr, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst.“
Priester Marc-Christoph Rattay aus der Gemeinde Ratingen legte in seiner Predigt einen besonderen Schwerpunkt auf die Notwendigkeit, sich Ziele zu setzen und eine Ziellinie zu ziehen. Insbesondere zu Beginn eines neuen Jahres komme es darauf an, zu fragen, was man sich für den kommenden Zeitabschnitt vorgenommen habe und wie man die geplanten Ziele erreichen möchte. Dazu sei es unerlässlich, Prioritäten zu setzen, Etappenziele zu definieren und auch möglicherweise aufkommende Hindernisse zu überwinden.
Er betonte, dass es nicht nur im irdischen Leben erforderlich sei, sich Ziele zu setzen, sondern auch in unserem Glaubensleben. Nur so erreiche man das Glaubensziel, die ewige Gemeinschaft mit Gott.

Veranschaulicht wurde dieser Gedanke vor Beginn des Gottesdienstes. Im Mittelgang des Kirchenschiffs waren Hindernisse aufgebaut worden, die von den Gottesdienstteilnehmern entweder eigenständig oder mit fremder Hilfe überwunden bzw. umrundet werden mussten. Bei manchen Hindernissen war es notwendig, sich klein zu machen und darunter durchzukriechen. Der Altar war mit einem großen Schild versehen, auf dem „Ziel“ stand. Ohne die Hindernisse zu überwinden, war es nicht möglich, den Altar bzw. den eigenen Sitzplatz im Kirchenschiff zu erreichen.
Das Eingangslied „Herr, gib mir Mut zum Brückenbauen“ aus dem Kinderliederbuch „Stimmt mit ein“ unterstrich den Gedanken, Mut zum ersten Schritt zu haben, Brücken zwischen Menschen zu bauen, Versöhnung herbeizuführen und auf Gottes Hilfe zu bauen.

Es wurde auch darauf eingegangen, wie solche Hindernisse aussehen, die den Einzelnen von dem gesetzten Ziel abbringen könnten. So türmen sich Hindernisse auf, die vorhersehbar seien, aber auch solche, die man nicht einplanen könne. Hindernisse könnten innere Widerstände sein, wie z. B. Müdigkeit am Sonntagmorgen, die es uns schwer mache, in den Gottesdienst zu gehen. Manchmal gäbe es auch Situationen, in denen man sich klein machen müsse, um das Ziel zu erreichen. Dies könnte bedeuten, in einem Streit auch einmal nachzugeben oder einem anderen zu vergeben.
Egal welcher Art die Hindernisse sind, mit dem Überwinden der Hindernisse ist immer Anstrengung verbunden. Es ist daher unerlässlich, sich selbst zu fragen, was man bereit sei, für das Erreichen des Ziels zu tun.
Auf das Textwort des Gottesdienstes Bezug nehmend, führte Priester Rattay aus, dass es jedoch möglich sei, ohne Furcht in die Zukunft zu schauen. So wie Josua sich auf Gott verlassen konnte, könnte jeder, der darum bitte, auf die Hilfe und Unterstützung Gottes, bei allem, was er tue, vertrauen.

Priester Holger Masuhr aus der Gemeinde Gerresheim berichtete von einem Winterspaziergang mit seiner Frau. Nach längerer Wegstrecke hatten beide einen Wegweiser übersehen und sich daraufhin verirrt.
Nun stellte sich die Frage, ob sie einfach weitergehen sollten oder ob es nicht besser sei, umzukehren und dann zwar einen langweiligeren, aber dafür sicheren Weg zu nehmen. Sie entschieden sich, umzukehren und fanden dann auch wieder die notwendigen Hinweisschilder. Am Abend waren sie zwar aufgrund des Umweges sehr erschöpft, aber wohlbehalten zu Hause angekommen. Er führte weiter aus, dass manchmal ein Umweg zwar Kraft koste, aber es auch dann noch möglich sei, dass Ziel zu erreichen. Man solle jedoch versuchen Umwege zu vermeiden und das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, um nicht unnötig Kraft zu verschwenden.
Während des Abendmahls wurde das Lied „Komm, sag es allen weiter“ gesungen und im Anschluss gingen alle Anwesenden nach dem gewohnten „Happy Birthday“ für die Geburtstagskinder des vergangenen Monats, in die Pause. Der Bezirkssonntag für die Kinder endete wie gewohnt mit den gemeinsamen Religions- und Konfirmandenunterrichten.
 

 

 Zur Bildergalerie

 

Elke für den KiGo 10-14/Bilder E.T.