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Düsseldorfer Redakteure bilden sich weiterDonnerstag, 12.02.2009

Derendorf. „Die Internetarbeit in der Neuapostolischen Kirche“ lautete der Titel eines Seminars, den zwölf Gemeinde- und Bezirksredakteure am 7. Februar 2009 in Erkrath-Hochdahl erlebten. Das sechsstündige Training schärfte das Bewusstsein der Teilnehmer für eine kritische Beurteilung eigener und fremder Texte.


Als Trainer konnte Frank Schuldt gewonnen werden, der als Koordinator für Medien und Kommunikation in der Verwaltung der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen tätig ist. Zu seinen Aufgaben zählt auch die Schulung der Redakteure in den Bezirken und Gemeinden, die vielfach keine journalistische Ausbildung absolviert haben. Die meisten sind außerdem ehrenamtlich tätig und engagieren sich für ihre Gemeinden oder den Bezirk. Die Schulung der Redakteure und Beauftragten ist ein zentrales Anliegen der Öffentlichkeitsarbeit in der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen. „Wir wollen die Inhalte auf den Internetseiten unserer Kirche möglichst professionell darstellen“, berichtete der 29-Jährige.

Berichte und Fotos zwischen Professionalität und Peinlichkeit

Anhand von aktuellen Veröffentlichungen auf den Webpräsenzen der Bezirke und der Düsseldorfer Internetseite machte Frank Schuldt auf missverständliche Formulierungen aufmerksam. „Immer wieder sind Texte so unglücklich formuliert, dass die Botschaft nicht ankommt, sondern der ganze Artikel missverstanden wird oder schlimmstenfalls sogar peinlich ist“, erläuterte Frank Schuldt.

Die Redakteure erkannten an weiteren Beispielen, dass eine selbstkritische Auseinandersetzung mit Zielen und Inhalten eines Artikels bei den Redakteuren offentsichtlich nicht stattgefunden hat. „Manche Berichte gehören nicht ins Internet, sondern eher in ein Poesiealbum“, schmunzelte ein Teilnehmer.

Auch schauten sich die Teilnehmer einige Fotos näher an, die im Internet veröffentlicht wurden. Neben der Bildqualität, so lernten die Redakteure, ist zudem die Wahl des Bildmotivs entscheidend. „Die Fotos sollen zum Text passen und dessen Aussage unterstützen“, erläuterte Frank Schuldt. „Fotos mit gleichen oder ähnlichen Motiven muss man nicht mehrfach in Galerien im Internet eingestellen.“ Ergebnis dieses Abschnitts: Die Redakteure erkannten die Notwendigkeit einer kritischen Bildauswahl.

„Redigieren ist eine dienende Tätigkeit“

Gegen Ende des Workshops erhielten die Teilnehmer auch einen Einblick in das richtige Redigieren von Texten. „Nachdem ein Text erstellt wurde, sollte mindestens eine zweite Person den Inhalt auf Fehler untersuchen“, so der Trainer. Die Teilnehmer übten das Redigieren mit bereits veröffentlichten Berichten. Sie erkannten: Das Überarbeiten von Texten ist eine notwendige „Dienstleistung“ für den Redakteur. So können viele Fehler vermieden werden.

Weiterer Schreib- und Fotoworkshop in Vorbereitung

Am 20. Juni bietet die Neuapostolische Kirche Nordrhein-Westfalen einen umfangreichen Schreib- und Fotoworkshop in Dortmund an. Dann will Frank Schuldt sich unter dem Titel „Besser Schreiben“ mit interessierten Redakteuren noch intensiver mit Schreibregeln und Textübungen beschäftigen. Die Düsseldorfer Redakteure haben bereits Interesse an einer Teilnahme signalisiert

J.R./F.S.; Fotos M.B.