Am letzten Sonntag des Kirchenjahres feierten die Gläubigen der Gemeinde Düsseldorf einen Gottesdienst mit dem Sakrament der Heiligen Wassertaufe. Die Taufe von Alina war bereits die dritte innerhalb weniger Wochen.
Priester Norbert Lill eröffnete seine Predigt mit dem Hinweis auf den letzten Sonntag im Kirchenjahr, der geradezu dazu einlade, Bilanz zu ziehen: Was habe man im Glauben erreicht und wie gehe es weiter? Der zweite Teil dieser Frage finde eine klare Antwort im 2. Petrusbrief: „Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt (2.Petrus 3,13).
Von der Sünde zur Gerechtigkeit
Gott habe den Menschen erschaffen, um mit ihm in Gemeinschaft zu leben. Diese Gemeinschaft sei jedoch durch die Sünde zerstört worden (1. Mose 3). Durch die Erbsünde sei eine unmittelbare Gemeinschaft mit Gott nicht mehr möglich gewesen. Erst durch die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus habe der Gläubige wieder Zugang zu Gott.
In diesem Zusammenhang erläuterte der Seelsorger, dass Jesus gegenüber Johannes darauf bestanden habe, sich taufen zu lassen, weil nur so die von Gott geforderte Gerechtigkeit erfüllt werden könne (Matthäus 3,13-15). Durch die Taufe werde die Erbsünde abgewaschen, und der Gläubige werde aus der Gottesferne herausgeführt.
Wachsam im Glauben
Priester Lill schloss seinen Predigtteil mit dem Rat an die Gottesdienstteilnehmer, wachsam zu sein wie die klugen Jungfrauen im Gleichnis (Matthäus 25, 1-13), auf Gott zu vertrauen und die Wiederkunft Jesus Christi zu erwarten.
In seinem Predigtbeitrag richtete Priester Harald Schmidt den Blick auf den Täufling und betonte, dass Alina in eine liebevolle Familie hineingeboren, getauft und behütet aufwachsen werde. „Alina wird es gut gehen. Ihr wird es auf dieser Welt an nichts fehlen. Warum also nach einer neuen Erde und einem neuen Himmel fragen, wenn wir dort bleiben wollen, wo es schön ist?“
Aufbruch in den Advent
Am Beispiel des Petrus, der bei der Verklärung von Jesu Hütten bauen wollte, erklärte der Seelsorger, dass Gott sich nicht festhalten lasse (Matthäus 17,1-4). „Er ist ein Gott des Aufbruchs. Er will die ewige Gemeinschaft mit uns. Deshalb warten wir auf den neuen Himmel und die neue Erde“. Der letzte Sonntag im Kirchenjahr sei eine Zeit des Aufbruchs. Mit Beginn der Adventszeit brechen die Gläubigen auf, um Jesus Christus entgegenzugehen.
In der Kirchengemeinde Düsseldorf feierten die Gläubigen mit der Taufe von Alina die dritte Taufe im letzten Quartal des Jahres. Zuvor hatten Roman und Ole im September und Oktober das Sakrament der Heiligen Wassertaufe empfangen. Die Taufe ist ein Wendepunkt im Leben eines Menschen. Sie verschafft dem Getauften Anteil am Erlösungswerk Jesu Christi und führt ihn in eine erste Beziehung zu Gott – er wird Christ. Gleichzeitig wird er in die Kirche, in die Gemeinschaft der Gläubigen, aufgenommen.
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