In der Gemeinde Düsseldorf feierten Ute und Winfried Bister am Sonntag, den 3. Mai 2026 ihr 50-jähriges Ehejubiläum. Apostel Franz-Wilhelm Otten spendete ihnen den Segen zur Goldenen Hochzeit und stellte seine Predigt unter den Dreiklang der Liebe.
Aus Anlass der Goldenen Hochzeit der Eheleute Bister besuchte Apostel Franz-Wilhelm Otten am Sonntagmorgen die Gemeinde Düsseldorf. Mit seiner Predigt über Gottesliebe, Selbstliebe und Nächstenliebe erschloss er den biblischen Text und bereitete zugleich in persönlicher Weise auf die Segensspendung des Jubiläumspaares vor.
Das königliche Gesetz
Grundlage der Predigt war ein Wort aus dem Jakobusbrief: „Wenn ihr das königliche Gesetz erfüllt nach der Schrift: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, so tut ihr recht“ (Jakobus 2,8). Daraus entwickelte Apostel Otten den zentralen Gedanken des Gottesdienstes: Wer sich der Liebe Gottes bewusst sei, könne auch sich selbst und dem Nächsten mit Liebe begegnen.
Zunächst sprach der Apostel von der Liebe Gottes zum Menschen. Diese zeige sich bereits darin, dass der Mensch nach christlichem Verständnis kein Zufall der Natur sei, sondern von Gott gewollt und geschaffen. Gott kenne den Menschen, liebe ihn und eröffne ihm einen Weg in die Gemeinschaft mit ihm – unabhängig von den äußeren Umständen des Lebens. Zugleich, so der Seelsorger, zwinge Gott niemanden, diesen Weg zu gehen. Gerade die Freiheit zur Entscheidung sei Ausdruck göttlicher Liebe.
Von der Selbstliebe zur Nächstenliebe
Ein zweiter Gedanke galt der Liebe zu sich selbst. Selbstliebe, machte der Apostel deutlich, sei kein Gegensatz zum Glauben, sondern Teil des biblischen Gebotes. Der Wert eines Menschen bemesse sich nicht an Erfolg, Leistung oder der Meinung anderer, sondern an der Liebe Gottes. Sich selbst zu lieben bedeute auch, Körper und Geist zu schützen, Begabungen verantwortungsvoll einzusetzen und die eigene Freiheit zu bewahren – etwa dort, wo Abhängigkeiten oder Fremdbestimmung drohten.
Von dort führte die Predigt zur Liebe zum Nächsten. Wer sich selbst als von Gott gewollt und getragen verstehe, könne auch dem Mitmenschen mit Achtung und Wertschätzung begegnen. Der Apostel warb dafür, den anderen so zu sehen, wie Gott ihn geschaffen habe – ohne Abstufungen, vorschnelle Bewertungen oder Verurteilungen.
Segen zur Goldenen Hochzeit
Bezirksvorsteher Dominik Götte griff in seinem Predigtbeitrag die Gedanken des Apostels auf. Er verdeutlichte den Gottesdienstbesuchern, dass sie selbst ebenso wie ihr Nächster wertvoll seien, weil Gott jeden Menschen liebe. Wer sich dieser Liebe bewusst sei, könne auch dem Nächsten in Liebe begegnen.
Bei der Segensspendung erinnerte Apostel Otten daran, dass das Ja, das Ute und Winfried Bister vor 50 Jahren zueinander gesprochen haben, für sie auch ein Ja zu Jesus Christus gewesen sei. Gemeinsam mit Christus hätten sie ihr Leben gestaltet und das Evangelium in ihr Eheleben eingebunden. Als Leitwort für den weiteren gemeinsamen Lebens- und Glaubensweg gab Otten dem Ehepaar den 6. Vers aus Psalm 13 mit.
Liebesgemeinschaft über ein halbes Jahrhundert
Kennengelernt hatten sich Ute und Winfried Bister im Juli 1972 auf dem Geburtstag einer Verwandten von Ute Bister. In den folgenden Monaten lernten sie einander näher kennen, schätzen und lieben. Im Juni 1974 verlobten sie sich in der neuapostolischen Gemeinde Duisburg-Rheinhausen, der heutigen Gemeinde Duisburg-West. 1976 heirateten sie in Moers. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor; inzwischen gehören auch zwei Enkelkinder zur Familie.
Nach dem Geheimnis ihrer langen Ehe gefragt, nennen die beiden vor allem gegenseitigen Respekt und Wertschätzung, Humor und positives Denken. Ein Satz begleitet sie seit vielen Jahren: „Das Glas ist immer halb voll und nie halb leer.“ Für die kommenden gemeinsamen Jahre wünschen sie sich vor allem Gesundheit, Zeit füreinander und für die Familie, aber auch Gelegenheiten zum Reisen und zum Entdecken neuer Orte und Erfahrungen.
Chor sorgt für feierlichen Rahmen
Die Segenshandlung fand im Kreis der Familie, von Freunden und Wegbegleitern sowie zahlreicher Kirchenmitglieder aus den Gemeinden Düsseldorf, Benrath, Eller, Langenfeld und Ratingen statt. Für jene, die nicht persönlich teilnehmen konnten, wurde der Gottesdienst per Telefon und IPTV übertragen. Ein Chor mit Sängerinnen und Sängern aus den eingeladenen Gemeinden gab dem Gottesdienst einen feierlichen musikalischen Rahmen.
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