Während die Schwestern und Brüder der Gemeinde Rheydt im letzten Jahr eine Sammlung für den Sozial-Treffpunkt „Café Hannes“ durchführten, wollten sie in diesem Jahr den Besuchern des Café Pflaster eine Weihnachtsfreude machen.
In dem Viertel, in dem die Kirche der Gemeinde Rheydt steht, hat das „Café Pflaster“ seine Anlaufstelle. Dort finden Menschen mit sozialen Schwierigkeiten Ansprechpartner:innen und Unterstützung. Die Hilfesuchenden sind beispielsweise von akuter bzw. drohender Obdachlosigkeit, Suchterkrankung, psychischer Auffälligkeit, finanzieller aber auch sozialer Armut betroffen. Viele dieser Menschen zählen zu den sogenannten „Tagesobdachlosen“, die sich alltäglich an bekannten Szeneplätzen der Innenstadt und im Café Pflaster aufhalten.
Aufgabe des Team Café Pflaster und der dort tätigen Streetworker:innen ist die Hinführung von Betroffenen zum Hilfesystem der Stadt. Dazu gehören die Information über bestehende Möglichkeiten und die Motivation zur kontinuierlichen Wahrnehmung dieser Hilfen. Gegebenenfalls begleiten die Streetworker und Krankenschwestern Klienten zu entsprechenden sozialen bzw. medizinischen Einrichtungen. Ein wesentlicher Arbeitsbereich ist die ständige Beziehungsarbeit mit Betreuten. Dies geschieht durch fortwährende Kontaktpflege auf der Straße und im Café. Das bedeutet nicht nur die Besprechung von aktuellen Schwierigkeiten, sondern durchaus auch ein alltägliches Miteinander, z.B. in Gesprächen über Fußball, politische Ereignisse oder Neuigkeiten in der Stadt sowie gemeinsame, kurzfristig vereinbarte Freizeitaktivitäten (Kickern, Gesellschaftsspiele u.ä.).
Das Café Pflaster bietet den Gästen täglich ein preiswertes Frühstück und einmal in der Woche ein kostengünstiges, selbstgekochtes Mittagessen an. Ergänzend dazu besteht die Möglichkeit, zu duschen und Wäsche zu waschen.
Nach Absprache mit den Sozialarbeiter:innen des Café Pflaster stellten die Rheydter Geschwister Nahrungs- und Pflegemittel zusammen, die für auf der Straße lebende Menschen passend portioniert und sinnvoll sind. Dazu gehören Körperpflegemittel, in heißem Wasser lösliche Suppen, Tees, Kaffeepulvertütchen ebenso wie Süßigkeiten.
Am 7. Dezember 2024 trafen sich die Gemeindemitglieder, um 40 Präsenttüten nach den Bedürfnissen von Frauen und Männern zu füllen. Die Übergabe im Café Pflaster erfolgte dann zwei Tage später durch Mitglieder des Gemeindegremiums.
Während der Pack-Aktion trafen sich die Kinder der Gemeinde zum Plätzchen-Backen (und -Essen) in der Küche des Kirchengebäudes. Die Kinder konnten bei dieser Gelegenheit sehen, dass es im christlichen Verständnis von Nächstenliebe auch eine Pflicht ist, benachteiligten Menschen eine Freude zu bereiten.
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