Am 12. August 2026 besuchte Apostel Franz-Wilhelm Otten die Gemeinde Ratingen. Als Grundlage für den Gottesdienst diente die Bibelstelle Markus 6, 50b.51a, mit welcher der Stammapostel vor Kurzem ebenfalls einen Gottesdienst gehalten hatte.
Zu Beginn seines Dienens brachte Apostel Otten die Begebenheit aus dem Textwort in den geschichtlichen Kontext. Kurze Zeit vor der Begebenheit fand die Speisung der 5000 statt – die Menschen waren Zeugen dieser großen Tat geworden und verkündeten dies im Vertrauen darauf, dass Jesus der Erlöser ihres Volkes sei. Die Jünger waren später auf Geheiß Jesu in dem Boot und versuchten, bei Gegenwind an das Ufer zu gelangen. Jesus erschien darauf neben ihnen und sie erschraken sehr – was sie hinterher mit Entsetzen feststellten – hatten sie nicht erst das große Wirken Jesu bei der Speisung der 5000 erlebt? Er aber sprach zu ihnen „Seid getrost – ich bin's“ und gibt ihnen damit die Sicherheit, dass er immer bei ihnen sein wird – in Dunkelheit, in Gefahren.
Der Apostel sagte, dass auch heute die Gotteskinder Gott und seinem Sohn bedingungslos vertrauen dürfen – er begleitet, er beschützt, er verlässt sie nie. Ich bin's – mit dieser Aussage bekräftige Jesus diese Zusage – er sei nicht nur Vergangenheit und Erinnerung, sondern die Gegenwart. Selbst wenn Dunkelheit die Seele erfasse und man die Sicht auf die Dinge verliere, schenke Jesus Licht und Wahrheit, Tröstung und Gnade und stehe seinen Kindern bei.
Priester Vis ging in seinem Mitdienen darauf ein, dass die Evangelien kein glückliches Leben per se versprechen, es wird immer auch dunkle Zeiten geben. Wenn die Verbindung zu Gott und seinem Sohn aber in bedingungslosem Vertrauen bestehen bliebe, dann sei ein erfülltes Leben möglich, denn Gott möchte sein Reich und seine Herrlichkeit mit seinen Kindern teilen.
In der Vorbereitung zur Feier des Heiligen Abendmahls wiederholte Apostel Otten nochmals das „Ich bin's“, denn auch im Abendmahl offenbare Jesus sich. Im Abendmahl trete er in eine ganz besonders innige Verbindung zu den Gotteskindern und vergebe all die Schuld – ohne Bedingungen oder Gegenleistung dafür einzufordern.
Nach dem Gottesdienst konnten sich alle Geschwister von Apostel Otten und den begleitenden Amtsträgern verabschieden.
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