Am 29. Juni 2025 feierte die Gemeinde Ratingen mit einer großen Gästeschar die Taufe von Hedda Dux.
Der Gottesdienst, der nicht nur aus der Spendung der Heiligen Wassertaufe bestand, sondern auch der Vorbereitungsgottesdient für den Entschlafenengottesdienst am 06. Juli 2025 war, stand unter dem Wort aus Jesaja 1, Vers 18: „So kommt denn und lasst uns miteinander rechten, spricht der Herr. Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden und wenn sie rot ist wie Purpur, soll sie doch wie Wolle werden.“
Zu Beginn des Gottesdienstes sang der Gemeindechor das Lied „Näher noch näher“. Der stellvertretende Bezirksvorsteher Priester Benjamin Dux ging darauf ein, dass die Taufe ein Schritt aus der Gott-Ferne in die Gott-Nähe darstelle. Viele Menschen fragten sich in der heutigen Zeit, ob es Gott überhaupt noch gebe, ob er immer noch so mächtig sei und ob er sich überhaupt noch für die Schicksale der Menschen interessiere. Mit dem Gottesdienstbesuch geben die Gläubigen jedes Mal ein „Ja“ als Antwort auf diese Fragen. Dabei bedeute das Bekenntnis zu Gott aber nicht automatisch, dass diese ein sorgenfreies Leben führen; aber Gott bekenne sich auch zu ihnen und schenke dadurch Kraft und Zuversicht und lenke alle Wege.
Bereits im Gottesdienst ging Priester Dux auf den Taufspruch ein, der aus Paulus' Brief an die Epheser stammt: „Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit allem geistlichen Segen im Himmel durch Christus. Denn in ihm hat er uns erwählt, ehe der Welt Grund gelegt war...“ (Epheser 1, Vers 3 und Teil Vers 4). Eine Seele sei kein Zufallsprodukt, es sei kein Zufall, dass Hedda in ihre Familie hineingeboren wurde – dies sei nach dem Willen Gottes geschehen. Und dieser Wille Gottes und sein Wort machten auch nicht vor dem Jenseits halt – dies werde uns auch ganz bewusst in Bezug auf den anstehenden Entschlafenengottesdienst.
In seinem Mitdienen ging Priester Masuhr dann auf die Freundlichkeit ein – er habe den Täufling beim Chorgesang beobachtet und ihm fiel das freundliche Lächeln auf – ein freundlicher Umgang färbe ab. Gott möchte eine freundliche Beziehung zu uns haben, er möchte Gutes an uns tun. Wir Menschen würden vielleicht Unterschiede darin machen, wie wir anderen begegnen – aber Gott sei immer gleich, er sei zu jedem Menschen freundlich.
In Vorbereitung auf die Sündenvergebung ging Priester Dux dann noch einmal auf das Textwort ein: wenn Menschen sich verletzten, blieben Narben sichtbar. Dies sei bei Gott anders: wenn er Schulden vergibt, nehme er sie komplett weg, ohne dass etwas zurückbleibt.
Durch das Lied der Gemeinde „Bewahr auf deinen Wegen“ begleitet, wurden dann die Eltern mit Hedda an den Altar gebeten. In diesem besonderen Augenblick gehe der Mensch ein völlig anderes Verhältnis zu Gott ein. Die Eltern vermitteln die christlichen Werte den Kindern, aber auch die Gemeinde übernehme eine besondere Funktion und diene als Raum für die Seele. Gott wendet sich nun der Seele zu – er bekennt sich und lässt sie niemals allein.
Nach der anschließenden Abendmahlsfeier nahmen die Eltern die Glück- und Segenswünsche der Gäste und Gemeinde entgegen und bei einigen Getränken konnte man noch in der Gemeinschaft feiern.
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