Am Samstag, den 18. April 2026, versammelten sich ungefähr 80 Christinnen und Christen zu einem ökumenischen Friedensgebet am Franz-Böhm-Denkmal bei St. Gereon in Monheim.
Aufgerufen dazu hatte die Katholische Kirche, die evangelische Kirche, die Freie evangelische Gemeinde und die Neuapostolische Kirche in Monheim. Im Vorfeld hatte sich Stefan Vis, neuer Gemeindevorsteher in Monheim, in einem Brief an die Leitungen der anderen christlichen Konfessionen gewandt. Schnell kam es zu einem ersten Kennenlernen und zu einem weiteren Treffen in erweiterter Runde, bei dem dann schon der Ablauf des Friedensgebets geplant wurde.
Begonnen wurde mit Musik und in spontaner ökumenischer Zusammenarbeit: im Kanon zu drei Stimmen wurde das bekannte Lied „Dona nobis pacem“ gesungen, angeleitet vom neuapostolischen Chorleiter André Vollbach und an der Gitarre begleitet von der Katholikin Angela Lehmacher. Martin Wierling, Pfarrvikar der Katholischen Kirche Monheim, der als Gastgeber die Anwesenden bei strahlendem Sonnenschein begrüßte, meinte „Es ist ein gutes Zeichen, wenn die Liedzettel nicht reichen“ und freute sich über die unerwartet große Teilnehmerschar. Im freien Eingangsgebet betonte Stefan Vis den gemeinsamen Glauben an den dreieinigen Gott und die Dankbarkeit für die überkonfessionelle Gemeinschaft.
Priester Alexander Brinkmann, ebenfalls aus der Neuapostolischen Kirche, las als Lesungstext aus den Seligpreisungen der Bergpredigt vor, ehe Pfarrer Malte Würzbach von der evangelischen Kirche in seiner Ansprache darauf einging. Als Christ müsse man nicht einverstanden sein mit den friedlosen Zuständen in der Welt und er sei dankbar, dass er als Christ in Gott einen Gesprächspartner an seiner Seite wisse, der ihn verstände. Er rief die Versammelten dazu auf zum „Komplizen Gottes“ zu werden und sich für Frieden und Gewaltlosigkeit im eigenen Umfeld einzurichten.
Nachdem Pfarrer Wierling das „Friedensgebet des Heiligen Franz von Assisi“ vorgetragen hatte, wurde die Friedensandacht mit einem gemeinsam gesprochenen Vaterunser, einem Segen und einer Straßenmalaktion, an der sich alle Teilnehmer beteiligen konnten, beendet.
Im Anschluss der Aktion ergaben sich bei trockenem Wetter und Sonnenschein noch schöne gemeinsame Gespräche, auch in den umliegenden Kaffees und der Fußgängerzone, sodass die positive und herzliche Atmosphäre der Andacht noch fortgesetzt wurde.
Das nächste ökumenische Monheimer Friedensgebet wird am Samstag, den 11. Juli, um 11 Uhr in der Fußgängerzone an der Neuapostolischen Kirche Monheim, Heinestraße 11, stattfinden. Mitbeter sind herzlich willkommen.
Zum Hintergrund: Das Franz-Böhm-Denkmal von Thomas Kesseler erinnert an den katholischen Geistlichen Franz Boehm, der 1938 Pfarrer in St. Gereon wurde und 1945 als Widerstandskämpfer gegen das Nazi-Regime im KZ Dachau starb.
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