Ratingen. Bischof Rainer Sommer besuchte am 22. September 2021 die Gemeinde Ratingen. In seiner Begleitung waren Bezirksältester Gerhard Dubke und Bezirksevangelist Wilfried Linder.
Ebenso waren der Vorsteher der Gemeinde, Marc-Christoph Rattay und Priester Christian Pieper anwesend. Das Bibelwort, das Grundlage der Predigt von Bischof Sommer war, steht im Epheser, 2,17: „Und er ist gekommen und hat im Evangelium Frieden verkündigt euch, die ihr fern wart, und Frieden denen, die nahe waren.“
Weltgebetstag für den Frieden
Zunächst ging der Bischof auf das von der Organistin gespielte Lied „Verleih uns Frieden“ und den am 21. September begangenen Weltgebetstag für den Frieden ein. Das Lied drücke aus, dass Frieden ein Geschenk sei. Ein Geschenk, auf das man achtgeben solle. Leider sei der Frieden aber durch Kleinigkeiten schnell wieder weg. Der Bischof riet den Gottesdienstbesuchern dankbar zu sein, für die vielen Jahre, die sie in Frieden in ihrem Land leben dürfen. „Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern, in denen Krieg, Unterdrückung und Verfolgung herrschen, müssen wir keine Angst haben, in die Kirche zu gehen.“
Frieden fange im eigenen Herzen an und wer Frieden im Herzen habe, der strahle das aus. „Lasst uns aus dem Herzen heraus immer friedensbereit sein“, empfahl der Seelsorger. Nach diesen Worten bat er die Gemeinde, mit ihm gemeinsam für den Frieden zu beten. Anschließend ging der Bischof auf das Bibelwort aus Epheser ein.
Frieden stiften und bewahren
Es gebe viele Menschen, die sich um den Frieden bemühen: Die den Frieden wieder herstellen oder Auseinandersetzungen erst gar nicht entstehen lassen. Das seien Friedensstifter, so der Bischof. Gott habe den Menschen geschaffen, dass er im Einklang und Frieden mit seinem Schöpfer, im Frieden mit seinen Mitmenschen sowie der Schöpfung leben könne. Durch den Sündenfall sei Unfrieden in die Welt gekommen. Doch die Menschen haben einen unbändigen Willen, Frieden zu stiften und zu bewahren.
Christus sei auf die Welt gekommen, um allen Menschen Frieden zu bringen. Durch sein Opfer habe er die Menschen mit Gott versöhnt, die durch den Sündenfall mit ihm zerstritten waren. Er habe die Grenzen, die Vorurteile und das Misstrauen zwischen den Völkern aufgehoben. Wer ihn im Herzen habe und ihm ernsthaft nachfolge, wird auch weiterhin seinen Frieden haben. Der Bischof empfahl den Gottesdienstteilnehmern, in der Gemeinde und Familie den Frieden zu bewahren sowie als Friedenstifter in seinem Lebensumfeld tätig zu sein. „Andere Menschen sollen erfahren, dass wir von dem Frieden erfüllt sind, den Jesus durch sein Opfer, sein Evangelium und durch seine Liebe in unsere Seelen hineingelegt hat.“
Friedensfürst Jesus Christus
In seinem Predigtbeitrag erinnerte der Bezirksälteste Gerhard Dubke an einen älteren Priester, der in seiner damaligen Gemeinde als Seelsorger tätig war. Fast immer sprach der Priester in seinem Predigten von Jesus als „Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater und Friede-Fürst“ (Jesaja 9,5.). Bezogen auf den nachfolgenden Vers in Jesaja, in dem unter anderem geschrieben stehe, dass Jesus seine Herrschaft weit ausdehnen und für dauerhaften Frieden sorge (Jesaja 9,6), legte der Bezirksälteste den Gläubigen nah, als Friedenstifter aufzutreten, damit mehr Frieden in der Welt sei.
29. September 2021
Text:
Angelika Neumann, Jörg Rüssing
Fotos:
Frank Schuldt
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