Am 13. Januar 2024 hielt der Kommunikationstrainer Evangelist. i.R. Gerd Remus in der Kirche Neuss einen zweistündigen Vortrag zu dem Thema „Reden wir, was wir glauben und glauben wir, was wir hören?“ Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Bezirk Düsseldorf erhielten interessante und bedenkenswerte Impulse zum Thema Kommunikation.
Im Vortrag ging Gerd Remus auf die diversen Gesprächssituationen ein, denen man im Lebens- und im Glaubensalltag begegnet. Als neuapostolischer Christ und Amtsträger verband er Glaubensfreudigkeit und Kompetenz sehr erfrischend miteinander. Mehrfach zitierte er Worte aus der Heiligen Schrift, die nach seiner Erfahrung wegweisend für die Kommunikation sind. Einleitend wies er auf die Aussage 1. Korinther 13, 1 hin: „Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.“ Unter diesem Gesichtspunkt solle man bedenken, ob man tatsächlich mit seinem Nächsten „ein Hühnchen rupfen“ will.
Viel Einfluss auf die Art der Kommunikation hat die Haltung; sowohl die innere als auch die äußere. Zunächst referierte der Trainer über die innere Haltung, sprich die Einstellung und Schubladendenken. Im 8. Gebot heißt es „Du sollst kein falsch Zeugnis reden…“ - ganz sicher habe dies jeder schon bewusst oder unbewusst getan. Das sogenannte Wahrnehmungsmodell unterstrich er mit der Aussage aus Römer 15,7 „Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Ehre.“
Das Sender-Empfänger-Modell, welches Bestandteil der Kommunikationslehre ist, wird bereits in Matthäus 13, 14 benannt: „Mit den Ohren werdet ihr hören und werdet nicht verstehen; und mit sehenden Augen werdet ihr sehen und werdet nicht erkennen.“ Zu diesem Thema erläuterte der Kommunikationstrainer die vier Seiten einer Nachricht und intensivierte mit Beispielen aus der Praxis die Sach-, Appell-, Beziehungs- und Selbstoffenbarungsseiten aller Aussagen.
Über Beispiele zu Fragetechniken kam Gerd Remus zu interessanten Hinweisen über den Umgang mit aggressiven Gesprächspartnern. So könne man Brücken bauen durch Zuhören, wobei verstehen nicht gleichbedeutend mit akzeptieren ist. Hierzu eine Aussage von Apostel Paulus „Den Juden bin ich wie ein Jude geworden, damit ich die Juden gewinne. Denen unter dem Gesetz bin ich wie einer unter dem Gesetz geworden – obwohl ich selbst nicht unter dem Gesetz bin –, damit ich die unter dem Gesetz gewinne.“ (1. Korinther 9, 20).
Fazit der Veranstaltung: Unter Beachtung einiger Hinweise können Gespräche erfolgreicher und christlicher geführt werden. Eine Teilnehmerin bemerkte abschließend, dass sie diese Kenntnisse gern bereits vor 20 Jahren gehabt hätte.
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