Die Bunkerkirche im Stadtteil Heerdt lohnt in vielerlei Hinsicht einen Besuch. Das optisch vielleicht außergewöhnlichste Gotteshaus in der Landeshauptstadt ist Mittelpunkt einer Führung, an der Mitglieder aus dem Kirchenbezirk am 2. März 2024 ab 16 Uhr teilnehmen können.
Neben architektonischen und baugeschichtlichen Besonderheiten der Kirche haben die Teilnehmer Gelegenheit, das Gemeindezentrum der Koptischen Gemeinde Düsseldorf näher kennenzulernen. Dabei informieren die koptischen Gastgeber auch über Inhalte und Ausübung ihres Glaubens. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Passionsprogramms des neuapostolischen Kirchenbezirk Düsseldorf statt. Eine Anmeldung für den Besuch in der Bunkerkirche ist nicht erforderlich.
Symbolkraft Bunkerkirche
Die Passionszeit gilt in der Christenheit als eine Zeit des Verzichts sowie des Fastens und Betens. Die Bunkerkirche im linksrheinischen Düsseldorfer Stadtteil Heerdt ist geprägt von zahlreichen Geschichten des Verzichts und vertrauensvollen Harrens auf Gottes Hilfe.
Wie der Name schon sagt, ist sie ein ehemaliger Hochbunker aus dem Zweiten Weltkrieg. Nach dem Krieg wurde das Gebäude mit viel Hingabe und unter zahlreichen persönlichen Opfern von Pfarrer Carl Klinkhammer zu einem römisch-katholischen Gotteshaus umgebaut. Im Jahr 2015 übergab das Erzbistum Köln das Gebäude an die Koptische Gemeinde Düsseldorf. Aus der Bunkerkirche St. Sakrament wurde die Koptische Gemeinde St. Maria. Nach mehrjährigen Umbauarbeiten ist im Jahr 2023 auf dem Gelände des alten Bunkers ein modernes Gemeindezentrum entstanden, welches architektonisch den Bruch zwischen Alt und Neu, Krieg und Frieden, Tod und Auferstehung aufgreift und überbrückt.
Fachkündige Führung
Gastgeber Prof. Dr. Petrus Beshay, koptischer Priester und Aktivposten in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Düsseldorf, wird die Teilnehmer mit einem kurzen geistlichen Impuls empfangen und die koptische Gemeinde sowie Kernelemente koptischer Glaubenspraxis vorstellen und dabei besonders auch auf die Passionszeit eingehen. Ferner werden fachkundige Führer die Geschichte des Gebäudes nachdrücklich und anschaulich näherbringen. Mit ihnen können die ehemaligen Bunkeranlagen besichtigt werden. Die etwa zweistündige Begegnung wird ausreichend Raum für Fragen und Austausch bieten.
Die Kirche liegt auf der Ecke Heerdter Landstraße und Kevelaerer Straße, die genaue Adresse lautet: Pastor-Klinkhammer-Platz 1. An der Kirche selbst sind einige wenige Parkplätze vorhanden. Ansonsten finden sich weitere Parkplätze in der umliegenden Wohngegend (zum Beispiel in der Knechtstedenstraße). Idealerweise erreicht man die Bunkerkirche jedoch mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Sie liegt direkt an der U-Bahn-Haltestelle Handweiser in Düsseldorf.
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