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Apostel in Grevenbroich: Einladung Gottes hat weiterhin Gültigkeit

 

Apostel Franz-Wilhelm Otten feierte am Abend des 7. Augusts 2024 einen Gottesdienst in der Gemeinde Grevenbroich. Zu diesem Gottesdienst, in dem auch das Sakrament der Heiligen Versiegelung gespendet wurde, waren auch die Gläubigen aus der Gemeinde Neuss eingeladen.

Als Grundlage des Gottesdienstes diente ein Bibelwort aus dem 91.Psalm, Vers 14 und der erste Teil aus Vers 15: „Er liebt mich, darum will ich ihn erretten; er kennt meinen Namen, darum will ich ihn schützen. Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören.“

Maria: Ein Vorbild im Glauben

In Bezug auf das vorgetragene Lied des Chores nahm Apostel Otten Maria, die Mutter Jesu, in den Blick. Sie sei eine sehr junge Frau gewesen, die nicht täglich Umgang mit Engeln gehabt hätte. Als der Engel ihr begegnet sei, habe sie aber wahrgenommen und geglaubt, dass es eine Botschaft von Gott sei, die der Engel ihr überbrachte. Diese Verheißung, ein Kind zu gebären, habe ihr ganzes Leben auf den Kopf gestellt. Dieser Umstand, ein Kind zu bekommen, ohne verheiratet zu sein, habe in der damaligen Zeit Ausgrenzung und Ablehnung bedeutet. In dem Wissen, was passieren werde, habe sie aus dem Glauben dennoch die Entscheidung treffen können: „Mir geschehe, wie du gesagt hast (Lukas 1,38).“

Auch nach der Geburt Jesu habe die junge Familie den Glauben aufbringen können, das Land zu verlassen, um der Ermordung durch den König Herodes zu entgehen. Sie hätten nicht gewusst, was werden wird, sie waren nicht darauf vorbereitet.
Sie haben aber den Hinweisen Gottes Glauben schenken und seine Hilfe erleben können. Auch für die heutigen Gläubigen seien sie Vorbilder im Glauben.

Ziel Gottes: Gemeinschaft mit den Menschen

Im Hinblick auf das Bibelwort führte Apostel Otten aus, dass es Gott sei, der hier zum Menschen spreche und ihm sage, dass er ihn erretten, schützen und erhören werde. Gott habe den Menschen erschaffen, um mit ihm in Gemeinschaft zu leben. Auch die
Entscheidung des Menschen, sich von Gott abzuwenden, habe bei Gott keine Änderung bewirkt. Gott lade den Menschen weiterhin ein, in die Gemeinschaft mit ihm zu kommen. Er biete dies an und blicke auf den Menschen, wie dieser auf dieses Angebot reagiere. Der Mensch, der sich entscheide Gott zu lieben, könne diese Errettung erfahren. 

Bei der Wiederkunft Jesu Christi werde dieser nicht auf die Sünden schauen, er werde allein den Glauben und die Liebe bewerten. Im Anschluss zeigte Apostel Otten Wege auf, wie der Mensch seine Liebe zu Gott zum Ausdruck bringen könne. Am Ende sei auch dies eine Sache des Vertrauens. Wer Gott liebe, fragt nach seinem Willen, schenkt der Verheißung Jesus Christus „Ich will wiederkommen“ Glauben und bereite sich darauf vor.

Auf Gottes Wesen vertrauen

Der Mensch kenne den Namen Gottes, so Apostel Otten weiter. Der Name im biblischen Kontext sei immer auch im Zusammenhang mit dem Wesen verknüpft. Gott habe Mose deutlich gemacht, wer er ist „Ich werde sein, der ich sein werde“. Darin komme die Allmacht Gottes zum Ausdruck. Jesus Christus habe den Menschen den Namen des Vaters, sein Wesen gezeigt. Er hat Gott den Menschen als den barmherzigen Vater im Himmel gezeigt. Diesen Namen zu kennen, beinhalte auch, sich im Glauben an ihn zu wenden, im zu vertrauen und seinen Willen zu tun. Gott reagiere auf diese Haltung und beschütze den Menschen.

Er sei geschützt vor Abhängigkeiten. Der Mensch entscheide dann nicht mit Blick auf bestehende Hierarchien und mögliche Konsequenzen, sondern messe seine Entscheidung am Evangelium. Er sei auch davor geschützt, seine Entscheidungen in Abhängigkeit zu gegenwärtigen Strömungen in der der Gesellschaft zu treffen, gerade wenn diese mit dem Evangelium nicht im Einklang stünden. Gott erhöre den Gläubigen, weil dieser ihn anrufe. Als Gläubige haben wir die Möglichkeit mit Gott zu sprechen. Diese Gelegenheit gelte es zu nutzen, so Apostel Otten zum Ende seiner Predigt. Ein weiterer Predigtbeitrag erfolgte durch den stellvertretenden Bezirksvorsteher des Kirchenbezirks Düsseldorf, Priester Benjamin Dux.

Heilige Versiegelung

Bevor die Gemeinde das Sakrament des Heiligen Abendmahls feierte, empfing eine Gläubige aus der Gemeinde Grevenbroich das Sakrament der Heiligen Versieglung, durch das ihr die Gabe des Heiligen Geistes gespendet wurde. Die musikalische Umrahmung erfolgte durch einen gemischten Chor der Gemeinden Grevenbroich und Neuss, die seit längerer Zeit die Gottesdienste in der Woche gemeinsam feiern.

16. August 2024
Text: Benjamin Dux
Fotos: Sandra Kleiber

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