Am 27. April 2025 besuchte Apostel Otten die Gemeinde Ratingen – fast auf den Tag genau ein Jahr nach seinem letzten Besuch im April 2024.
Bezugnehmend auf das vom Chor vorgetragene Lied „Anbetung will ich Herr dir bringen“ legte Apostel Otten dar, dass man sich mit dem Sonntag zum Herrn bekenne - egal, wie die Tage vorher waren, egal in welcher Situation oder Stimmung man ist – am Sonntag danken Gläubige dem Herrn, in Wort und Gebet, aber auch im Gesang.
Nachösterliche Zeit
Das Bibelwort aus Johannes 20, 17.18, mit dem auch der Stammapostel Jean-Luc Schneider vor Kurzem einen Gottesdienst hielt, beschreibt das Geschehen am Ostermorgen, an dem Jesus Maria Magdalena begegnet. Apostel Otten nahm in seiner Predigt noch einmal Bezug auf das Geschehen rund um Ostern und machte darauf aufmerksam, dass die vier Evangelien recht unterschiedlich darüber berichteten. Aber in der Grundlage seien sie sich ähnlich – sie berichteten über Jesu Leben: er ist geboren, hat sündlos gelebt, sich am Kreuz geopfert, ist vom Tode auferstanden und dann gen Himmel gefahren. Durch die Auferstehung werde die Lehre Jesu bestätigt.
Durch sein Opfer am Kreuz habe Jesus den Gläubigen die Möglichkeit zur Sündenvergebung gegeben: "Das Gute hat das Böse besiegt – daraus schöpfen die Kinder Gottes Mut und Zuversicht."
Bezirksvorsteher Priester Dominik Götte nahm in seinem Beitrag ebenfalls Bezug zum Ostergeschehen. Die Gotteskinder blieben nicht an Karfreitag hängen, der Leid durch die Kreuzigung, den Tod Gottes bedeute, sondern sie feiern das Wesentliche an diesem Fest – die Auferstehung. Das Kreuz symbolisiere, wenn man den Querbalken etwas in die Mitte verrückt, ein Pluszeichen – der Glaube an die Auferstehung und die bevorstehende Wiederkunft Jesu Christi sei ein Mehrwert, für den Christen jeden Tag aufs Neue dankbar sein dürfen.
Priesterin für Ratingen
Im Anschluss an die Feier des Heiligen Abendmahls ordinierte Apostel Otten die Ratinger Diakonin Marion Pieper zur Priesterin für die Gemeinde Ratingen. Die bisherigen Vollmachten einer Diakonin blieben auch weiterhin bestehen, es kämen aber weitere als Priesterin hinzu. Als Priesterin dürfe sie nun den Gemeindemitgliedern die Sünden vergeben und das Abendmahl austeilen, aber auch die heilige Wassertaufe durchführen. Alle Amtsträger sollen sich in ihrem Wirken als Werkzeuge Jesu sehen, sich in Demut von ihm lenken und leiten lassen. Man habe als Amtsträger keine Vorteile gegenüber den Glaubensgeschwistern, auch keine größere Macht – allein aus Liebe zu Gott trete man eine besondere Verbindung zu Gott, aber auch zu den anvertrauten Geschwistern ein.
Nach Abschluss des Gottesdienstes nahm Priesterin Pieper die Glückwünsche der Geschwister gemeinsam mit dem Apostel und den ihn begleitenden Amtsträgern entgegen.
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