Bezirksapostel Stefan Pöschel besuchte am 25. März 2026 die Gemeinde Krefeld-West. Kernbotschaft seiner Predigt: In herausfordernden Zeiten auf Gott vertrauen, im Gebet Kraft schöpfen und offen sein für seine Hilfe.
Bezirksapostel Stefan Pöschel legte seiner Predigt ein Bibelwort aus dem Alten Testament zugrunde: Jesaja 37,20: „Nun aber, Herr, unser Gott, errette uns aus seiner Hand, damit alle Königreiche auf Erden erfahren, dass du, Herr, allein Gott bist“. Das Gebet des Königs Hiskia entstand in einer scheinbar ausweglosen Situation: Er sah sich der Übermacht der Assyrer gegenüber und wandte sich verzweifelt an Gott.
Gott vertrauen wie König Hiskia
Der Bezirksapostel nutzte diesen Text, um die Gläubigen zu ermutigen, gerade in schwierigen Lebenslagen auf Gottes Hilfe zu vertrauen. Er erinnerte daran, wie machtvoll das Gebet sein kann: „König Hiskia spürte Druck von außen, fühlte die Verantwortung für sein Volk – und dennoch vertraute er auf Gott.“ Hiskia habe den Tempel aufgesucht, um für die Rettung seines Volkes zu beten. Sein Vertrauen und sein Handeln seien auch für Christen heute ein Vorbild.
Der Bezirksapostel erklärte, dass Menschen in belastenden Situationen einen „Druck des Umklammerns“ verspüren können: Leid, Angst oder Panik belasten Körper und Seele stark. Umso wichtiger sei es, bewusst Momente der Stille zu schaffen und das Gespräch mit Gott zu suchen. Der Seelsorger riet den Gottesdienstbesuchern, „alles offen vor Gott auszusprechen und zu bitten: Herr, bitte hilf mir.“
Offen für die Hilfe Gottes sein
Er machte deutlich, dass Gläubige oft erwarten, dass Gott in einer Notlage genau so eingreift, wie sie es erhoffen. „Friede, Freude und Glück treten dann ein, wenn Gott auf unsere Bitten hin so hilft, wie wir es uns vorstellen“, erklärte der Bezirksapostel. Doch was, wenn die Hilfe nicht kommt oder anders ausfällt? Dann riet er, wie Jesus Christus im Garten Gethsemane zu beten: „Mein Vater, ist’s möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht, wie ich will, sondern wie du willst“ (Matthäus 26,39).
Einen weiteren Impuls gab Bischof Rainer Sommer, der auf die heutige Lebenswelt der Gläubigen einging: Die ständige Flut an Nachrichten und sozialen Medien könne Ängste und Belastungen verstärken. Als Gegenmittel empfahl er, Ruhe einkehren zu lassen, auf Gottes Eingreifen zu vertrauen und den Frieden, den Gott schenkt, bewusst wahrzunehmen. Dabei erinnerte er an Psalm 37,5: „Er wird’s wohlmachen.“
Teilnahme auch per IPTV möglich
Zum Gottesdienst waren nicht nur Mitglieder der gastgebenden Gemeinde in Krefeld-West eingeladen. Auch Gläubige aus den Krefelder Stadtteilen Fischeln und Uerdingen sowie aus Nettetal-Lobberich, Viersen und Willich nahmen teil. Für alle Gemeindemitglieder im Düsseldorfer Kirchenbezirk bestand zudem die Möglichkeit, den Gottesdienst live per Internet zu verfolgen – sei es von zu Hause, mobil oder direkt in den Kirchengemeinden.
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