Mit viel Elan und einem klaren Blick für Gemeinschaft, Fürsorge und Zukunftsgestaltung ist das neu aufgestellte Düsseldorfer Gemeindegremium gestartet. Bei der ersten Sitzung im April 2025 standen nicht nur organisatorische Weichenstellungen auf dem Programm.
Gleich zu Beginn der Sitzung wurde deutlich: Hier geht es nicht nur um Organisation, sondern vor allem um gelebten Glauben und konkrete Gestaltung des Miteinanders – ganz im Sinne des Jahresmottos „Es ist Zeit, Gutes zu tun!“
Glaube als Fundament der Gemeindearbeit
Priester Benjamin Dux, derzeit kommissarischer Gemeindeleiter, nahm an der Sitzung teil und zeigte sich beeindruckt vom Geist des Gremiums: „Man spürt in jeder Begegnung mit den Gremiumsmitgliedern: Hier ist nicht nur Organisation am Werk, sondern echtes Herzensengagement, getragen vom Glauben und der Liebe zur Gemeinde.“
Schon der geistliche Einstieg machte klar: Das Gremium versteht sich nicht als Verwaltungseinheit, sondern als geistlich motiviertes Team, das aus Nächstenliebe und im Vertrauen auf Gottes Wirken handelt. Dieses Selbstverständnis prägt auch die zahlreichen Projekte, die gemeinsam geplant wurden.
Die Sprecherrolle des Gremiums übernehmen Louisa und Yannic. Unterstützt werden sie von Yvonne, Miriam, Svenja, Dhana, Lena, Hans-Jörg und Matthias. Gemeinsam kümmern sie sich um alle Bereiche, die das Gemeindeleben lebendig machen: Begrüßungsdienste, Geburtstags- und Taufgrüße, den Gemeindebrief und vieles mehr.
Soziales Miteinander konkret gestalten
Besonderen Wert legt das Gremium auf soziale Verbundenheit innerhalb der Gemeinde. Geschenkaktionen zu Weihnachten und Erntedank, die Ansprache inaktiver Mitglieder oder kreative Angebote wie Plätzchenbacken machen das Motto „Gutes tun“ konkret erlebbar. Auch ganz praktische Themen gehören dazu: Der vom Gremium geplante Frühjahrsputz wurde bereits mit vielen helfenden Händen umgesetzt. Künftig soll ein Saugroboter die Mitglieder der Gemeinde unterstüzen und für saubere Böden sorgen.
Auch die gesellige und kulturelle Seite des Gemeindelebens ist fest eingeplant: Eine gemeinsame Wanderung, das große Gemeindefest am 30. August und die Weihnachtsfeier am 7. Dezember laden zum Miteinander ein. Ein besonderer Fokus liegt zudem auf dem Gottesdienst für Entschlafene – als Raum für Erinnerung und Hoffnung.
Frauen bringen neuen Schwung
Neun Mitglieder zählt das neue Gremium, so viele wie nie zuvor in der Düsseldorfer Gemeinde. Sechs davon sind Frauen. „Dass sich so viele Frauen mit Kompetenz und Herz einbringen, ist ein Segen und ein starkes Zeichen für eine lebendige, zukunftsfähige Kirche“, betont Priester Benjamin Dux. Das starke weibliche Engagement steht für eine Gemeindekultur im Wandel: offen, gleichberechtigt und zukunftsorientiert.
Auch in der Seelsorge zeigt sich dieser Wandel: Zwei Diakoninnen begleiten bereits den geistlichen Dienst. Ab dem 1. Juni wird erstmals eine Priesterin für die Gemeinde Düsseldorf tätig sein. Ein Schritt, der neue Perspektiven in der seelsorgerischen Betreuung und Begleitung der Kirchenmitglieder eröffnet und zugleich das Vertrauen in die Berufungen von Frauen stärkt.
Kirche gemeinsam weiterdenken
Das Düsseldorfer Gemeindegremium zeigt, wie kirchliches Engagement heute aussehen kann: strukturiert, glaubensbasiert und mit dem Herzen am richtigen Fleck. Die aktive Beteiligung – insbesondere von Frauen – und die Mitwirkung weiblicher Amtsträgerinnen markieren einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer vielfältigen und offenen Kirche. „Verantwortung in der Kirche heißt nicht nur Mitbestimmung, sondern aktives Gestalten. Genau das erleben wir in Düsseldorf jetzt hautnah“, freut sich Benjamin Dux über die positiven Entwicklungen in der Gemeinde.
Wer sich fragt, wie Kirche in einer sich verändernden Gesellschaft Heimat bieten kann, findet in der Gemeinde Düsseldorf eine inspirierende Antwort.
18. Mai 2025
Text:
Jörg Rüssing
Fotos:
Louisa Saballus
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